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Rolf Koehler

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Rolf Koehler (1915)


Leben in West-Berlin

 


Berlin von oben

 


Architektur

 


Kirchen in West-Berlin

 


Versorgungsbetriebe in West-Berlin

 

 

 


Angaben zum Bestand
 

  • Originalabzüge: ca. 15.000 (Kartons und Schachteln – 11 lfm)

    Negative: ca. 130.000 (82 Ordner – 7 lfm)

    Kontaktabzüge: 27 Kontaktbogenordner

    Farbdias: ca. 20.000 (15 Schachteln, Ordner – 1 lfm)

    Publikationen/Archivalien: 1 Karton, Notizbücher, Belege, Dokumente – 4 lfm

 

 

Biografie, Ausstellungen und Publikationen

  • Biografie Rolf Koehler

     

    1915
    Geburt von Rolf Koehler am 20. September 1915 als vierter Sohn des Kaufmanns Karl Paul Koehler (1881–1935) und dessen Ehefrau Gertrud Elise geb. Fenkohl (1890–1954) im westpreußischen Schwetz an der Weichsel (heute: Świecie, Polen)

     

    1919
    Nach dem Ersten Weltkrieg muss die Familie Westpreußen verlassen und gelangt über Tapiau in Ostpreußen (heute: Gwardeisk, Russland) nach Belgard an der Persante in Pommern (heute: Białogard, Polen).

     

    Ab 1922
    Schulzeit in Belgard, Grundschule und Realgymnasium bis zur Primareife, Praktikum im Metall-Handwerk, danach Lehrzeit als Fotograf

     

    1935
    Am 5. Februar 1935 tritt Koehler als Freiwilliger in die Reichswehr ein. Über Neustrelitz und Stendal kommt er zur Luftwaffe nach Berlin-Gatow (Fliegerhorst).

     

    1939
    Nach 4 ½-jähriger Dienstzeit entlassen, arbeitet er nur für sehr kurze Zeit als Fotograf in einem technischen Büro am Kurfürstendamm. Unmittelbar nach Kriegsbeginn wird er zur Wehrmacht einberufen (Flak-Regiment General Göring, dann Flakscheinwerfer-Abteilung 128 in Berlin).

     

    1940
    Am 1. Juni 1940 heiratet er Hilde Else Specht. Aus der Ehe gehen drei Söhne hervor.

     

    1940–1944
    Ab 1. August 1940 dient Koehler in und um Hamburg bei der Flakscheinwerfer-Abteilung 150. Neben seiner Funktion als Nachrichten-Staffelführer ist er auch als „Truppenberichter Bild“ tätig.

     

    1944–1946
    Versetzung zum Heer, ab Mitte 1944 bei der Waffen-SS in Prag, Dezember 1944 Verlegung an die Westfront (Ardennenoffensive) als VB-Offizier der Schweren SS-Artillerie-Abteilung 501 des II. SS-Panzerkorps, dann Verlegung nach Ungarn, Gefangennahme durch die Rote Armee im Raum Linz, Flucht nach Bayern und Gefangennahme durch die US-Armee in Neukirchen beim Heiligen Blut, Kriegsgefangenschaft in Cham und Regensburg

     

    1946–1948
    Als ehemaliger SS-Hauptscharführer wird Koehler ab 1. Juni 1946 interniert und später in das britische Internierungslager Neuengamme (Hamburg) verlegt. Am 17. November 1947 wird er entlassen und hält sich bis 1948 in Watenstedt im Kreis Helmstedt auf.

     

    1948–1952
    Im August 1948 darf er nach Berlin-Charlottenburg zurückkehren, jedoch im Zuge der Entnazifizierung nur in gewöhnlicher Tätigkeit beschäftigt werden. Er ist u.a. als Stoff-Gummierer bei den Märkischen Kabelwerken in Spandau sowie als Bau-Hilfsarbeiter bzw. Kiesschipper am Funkturm tätig und zeitweilig arbeitslos.

     

    1949–1951
    Von Dezember 1949 bis Februar 1951 versucht Koehler vergeblich, in Braunschweig als Fotograf Fuß zu fassen.

     

    1951–1952
    Teilzeit-Fotograf bei einem Betrieb in Berlin-Kreuzberg

     

    1952
    Am 2. September 1952 meldet Koehler sein eigenes Gewerbe an. Einnahmen erzielt er durch Kleinbild-Aufnahmen z.B. von Hochzeiten, Einsegnungen, Laubenpieperfesten, Steinway-Musikwettbewerben, Festivitäten im Haus Wien und im Hotel Kempinski sowie Filmbällen im Prälat-Schöneberg und im Hotel Esplanade.

     

    1955   
    Koehler steigt auf großformatige Aufnahmen um (Landschaft, Architektur, Werkstücke, Modelle, Reproduktionen, Maschinen). Daneben:

     

    1966–1968
    Luftaufnahmen von Berlin (an Bord amerikanischer Hubschrauber)

     

    1978–1981
    Luftaufnahmen von Berlin (an Bord britischer Hubschrauber)

     

    1993
    Rolf Koehler meldet sein Gewerbe im September 1993 ab.